Modulübersicht

Inhaltlicher Überblick

Das Studium erstreckt sich berufsbegleitend über einen Zeitraum von vier Semestern, die inhaltlich entlang des Immobilienlebenszyklus ausgerichtet sind. Während sich das erste Semester vor allem dem Ermitteln der Planungsaufgabe widmet, steht im zweiten Semester die nachgeordnete Projektumsetzung im Vordergrund. Das dritte Semester setzt den Fokus auf die Betriebs- und Verwertungsphase. Den Abschluss bildet die Thesis im vierten Semester, deren Themenstellung im Allgemeinen phasenübergreifend definiert ist.


Das erste bis dritte Semester ist in Form eines Projektstudiums praxisnah organisiert. Im Mittelpunkt eines jeden Semesters stehen verschiedene Fragestellungen im Kontext einer konkreten Projektarbeit bzw. eines konkreten Fallbeispiels. An diesem Beispiel werden die Lehrinhalte durch die Studierenden angewendet, die ihnen die Dozenten in Form von Workshops, Seminaren und teilweise auch Vorlesungen vermitteln. Abschließend präsentieren die Studierenden ihre Arbeitsergebnisse im Plenum.

Bei der Auswahl der Fallbeispiele wird das Beispiel des zweiten Semesters in den internationalen Kontext gestellt, um die Herausforderungen des Gesundheitsbaus außerhalb Deutschlands (z.B. rechtliches, politisches, gesellschaftliches und klimatisches Umfeld) prägnant zu platzieren. Darüber hinaus wird auch die Kompaktphase genutzt, die am Anfang des zweiten Semesters steht, vor Ort die Randbedingungen des Arbeitens im internationalen Kontext praxisnah zu erfahren.

Während der Arbeit am Fallbeispiel steht der jeweilige Dozent als Ansprechpartner für seinen Teilaspekt zur Verfügung. Zusätzlich wird den Studierenden ein weiterer Dozent zur Seite gestellt, der die Projektarbeit als Ganzes begleitet und vor allem die verschiedenen Zusammenhänge mit den Studierenden erarbeitet.

Methoden

Neben dem inhaltlichen Wissensgewinn steht für die Studierenden die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen fachspezifischen Dozenten im Mittelpunkt. Dabei hat die Teamarbeit einen relevanten Stellenwert innerhalb der jeweiligen Module. Anhand konkreter Fallbeispiele werden Problemstellungen in Teams analysiert, Lösungswege aufgezeigt und anschließend in der gesamten Gruppe diskutiert – es überwiegt der Workshop-Charakter. Die Vermittlung von Lehrinhalten durch Vorlesungen im "Frontalunterricht" wird auf das Notwendigste beschränkt.

Die Unterrichtssprache ist grundsätzlich deutsch. Die Studierenden werden durch eine webbasierte Informationsplattform unterstützt.

Präsenzzeiten

Im 1. bis 3. Semester finden zweitägige Präsenzblöcke freitags und samstags im Rhythmus von zwei Wochen statt. Das 4. Semester hat lediglich drei zweitägige Präsenzblöcke ("Masterkolloquien") und ist der Masterthesis gewidmet. Die Präsenzblöcke werden überwiegend in Stuttgart, Keplerstraße 11 (nahe Hauptbahnhof) angeboten. Zusätzlich findet im 1. bis 3. Semester jeweils eine Kompaktzeit von ein bis zwei Wochen statt, die in Stuttgart bzw. an Partnerhochschulen, an deutschen Gesundheitsstandorten und im zweiten Semester im Ausland (gemäß Projektbezug) angeboten wird.

Die Module

Modul 1: Wissenschaftliches Arbeiten

Inhalt:

Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens

  • Recherche
  • Wissenschaftliches Schreiben
  • Zitieren

Lernziele: Die Studierenden lernen die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens kennen. Dabei wird insbesondere auf die Recherche, das wissenschaftliche Schreiben und die Quellenverwendung Wert gelegt, die unter anderem anhand eines selbstständig entwickelten Konzeptes angewendet werden. 

Modul 2: Überblick über den Gesundheitsbau im deutschsprachigen Raum

Inhalt:

  • Kennenlernen von Gesundheitsimmobilien an verschiedenen Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Darstellung der Prozesse, Strukturen und Besonderheiten in Referaten, Workshops und Besichtigungen
  • Vergleich der Standorte und Organisationen
  • Definition und Verdeutlichung von Begriffen, Funktionen und Grundlagen

Lernziele: Die Studierenden kennen die verschiedenen Facetten des Gesundheitsbaus im deutschsprachigen Raum und sind mit den wesentlichen Aspekten vertraut. Sie sind damit in der Lage, grundlegende Gesundheitsbau-Fragestellungen in Deutschland zu erkennen und fallbezogene Lösungsansätze zu entwickeln. Außerdem verfügen sie über ein Systemverständnis der Struktur und des Instrumentariums des Gesundheitsbaus, das es ihnen erlaubt, entsprechende betriebliche Abläufe und Prozesse richtig einzuordnen. Darüber hinaus beherrschen sie Begriffe, Funktionen und Grundlagen des Gesundheitsbaus im deutschsprachigen Raum.

Modul 3: Bedarfsermittlung und Entwicklungsplanung

Inhalt:

  • Strategie-, Leistungs- und Entwicklungsplanung
  • Bedarfs- und Masterplanung
  • Organisations- und Prozessplanung
  • Vertiefung und selbstständige Bearbeitung der Themen anhand eines konkreten Projektes

Lernziele: Die Studierenden kennen die Grundlagen der Strategie-, Leistungs- und Entwicklungsplanung sowie Bedarfsermittlung und Masterplanung von Gesundheitsbauten. Sie sind in der Lage, Wertschöpfungsmodelle zu generieren und einen Businessplan zu entwickeln. Sie können strategische Überlegungen der „Phase 0“ hinsichtlich der Vorgehensweise und der Beteiligten in die operative Umsetzung übertragen und dabei gleichzeitig auch auf den Nutzer Bezug nehmen, da ihnen die Grundlagen der Betriebs- und Prozessplanung bekannt sind.

Modul 4: Projektorganisation und Wirtschaftlichkeit

Inhalt:

  • Wirtschaftlichkeit
  • Entwurfsstrategien
  • Projektorganisation
  • Vertiefung und selbstständige Bearbeitung der Themen anhand eines konkreten Projektes

Lernziele: Die Studierenden kennen die Grundkonzepte der Wirtschaftlichkeit wie auch die Grundlagen der Planung und Konzeption (Entwurfsstrategien) von Gesundheitsbauten auf funktionaler und baulich-technischer Ebene. Weiterhin kennen die Studierenden unterschiedliche Planungs-, Realisierungs- und Betriebsstrategien von Gesundheitsbauten im deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkt auf der integralen Planung.

Modul 5: Konzeption der wissenschaftlichen Arbeit

Inhalt:

  • Methoden wissenschaftlichen Arbeitens (qualitativ und quantitativ)
  • Forschungsdesign/Forschungskonzept

Lernziele: Die Studierenden können anhand einer Frage- und Problemstellung die Zielsetzung eines wissenschaftlichen Konzepts formulieren, verfassen und präsentieren. Sie kennen unterschiedliche wissenschaftliche Methoden. Darüber hinaus sind sie in der Lage, die kennengelernten Methoden in einer wissenschaftlichen Konzeption anzuwenden. 

Modul 6: Überblick über den Gesundheitsbau im Ausland

Inhalt:

  • Kennenlernen von Gesundheitsimmobilien an verschiedenen Standorten im Ausland
  • Darstellung der Prozesse, Strukturen und Besonderheiten mittels Referaten, Workshops und Besichtigungen
  • Vergleich der Standorte und Organisationen zum Gesundheitsbau im deutschsprachigen Raum
  • Definition und Verdeutlichung von Begriffen, Funktionen und Grundlagen

Lernziele: Die Studierenden kennen die verschiedenen Facetten des Gesundheitsbaus im Ausland und sind mit den wesentlichen Aspekten vertraut. Sie sind damit in der Lage, grundlegende Gesundheitsbau-Fragestellungen im Ausland zu erkennen und fallbezogene Lösungsansätze zu entwickeln. Außerdem verfügen sie über ein Systemverständnis der Struktur und des Instrumentariums des Gesundheitsbaus im Ausland, das es ihnen erlaubt, entsprechende betriebliche Abläufe und Prozesse richtig einzuordnen. Darüber hinaus beherrschen sie Begriffe, Funktionen und Grundlagen des Gesundheitsbaus im Ausland und kennen Unterschiede zum Gesundheitsbau im deutschsprachigen Raum.

Modul 7: Konzeption und Steuerung

Inhalt:

  • Bau-Projektmanagement
  • Kosten, Termine und Qualität
  • Technische Gebäudeplanung
  • Vertiefung und selbstständige Bearbeitung der Themen anhand eines konkreten Projektes

Lernziele: Die Studierenden kennen die Grundlagen der Planung und Ausführung von Gesundheitsbauten. Sie kennen unterschiedliche Projektstrukturen und -ziele sowie die Grundlagen von Kosten, Terminen und Qualitäten in ihren Abhängigkeiten. Weiterhin kennen die Studierenden die grundlegenden technischen Gebäudekonzepte des Gesundheitsbaus hinsichtlich Energie, Brandschutz, Sicherheit, Barrierefreiheit, Hygiene und dergleichen.

Modul 8: Realisierung

Inhalt:

  • Medizintechnische Gebäudeplanung
  • Ausschreibung und Vergabe
  • Inbetriebnahme
  • Vertiefung und selbstständige Bearbeitung der Themen anhand eines konkreten Projektes

Die Studierenden haben grundlegende Kenntnisse in der medizintechnischen Gebäudeplanung des Gesundheitsbaus hinsichtlich Medizin- und Labortechnik, Hygiene und dergleichen. Sie kennen die Schwerpunktthemen der Realisierung, wie Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung und Vertragsgestaltung. Darüber hinaus kennen die Studierenden die Prozesse der Inbetriebnahme bei Gesundheitsbauten, wie technische Abnahme, integrale Tests, technische und nutzerseitige Inbetriebnahme sowie Umzugsmanagement und dergleichen.

Modul 9: Vorstudie zur wissenschaftlichen Arbeit

Inhalt:

  • Schreiben der Masterarbeit: vom Konzept bis zur fertigen Version
  • Bewertungsparameter des Forschungsdesigns
  • Optimierungsmaßnahmen der Abschlussarbeit

Lernziele: Die Studierenden sind in der Lage, ein definiertes Forschungsdesign zu erproben. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung und eigenständigen Nachjustierung des Designs. Die Studierenden können die wesentlichen Stärken und Schwächen des Forschungsdesigns einschätzen und argumentieren sowie anschließend optimieren. 

Modul 10: Projekt- und Teamführung

Inhalt:

  • Projektleitung
  • Teamführung
  • Projektkommunikation
  • Mediation
  • Führungsstile
  • Erweiterung der Gruppenkompetenz

Lernziele: Die Studierenden kennen die Grundlagen der Führung von Projekten und Teams, wie Projektleitung, Teamführung, Projektkommunikation und Mediation. 

Modul 11: Betreiben I

Inhalt:

  • Strategisches Management I + II (Miet-/Eigentumsübernahme, Property Management, Risikomanagement, Betriebsoptimierung, Betreiberhaftung/-verantwortung)
  • Raum und Infrastruktur I
  • Vertiefung und selbstständige Bearbeitung der Themen anhand eines konkreten Projektes

Lernziele: Die Studierenden kennen die Grundlagen des Betreibens von Gesundheitsbauten und sind in der Lage, die verschiedenen Prozesse der Betriebsphase von Gesundheitsbauten aus nationaler und internationaler Perspektive anzuwenden wie Betriebsoptierung, Instandhaltungsplanung und dergleichen. Darüber hinaus können sie die Ziele des Unternehmens identifizieren und entwickeln, um daraus die FM-Strategie abzuleiten und den Betrieb zu optimieren.

Modul 12: Betreiben II und Verwertung

Inhalt:

  • Raum und Infrastruktur II
  • Mensch und Organisation (Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit, Umwelt, Logistik, Stationsservice) I + II
  • Bauliche Anpassungen und Verwertung
  • Vertiefung und selbstständige Bearbeitung der Themen anhand eines konkreten Projektes

Lernziele: Die Studierenden kennen die Grundlagen des Betreibens und Verwertens von Gesundheitsbauten. Sie kennen die verschiedenen infrastrukturellen Versorgungsprozesse in der Betriebsphase von Gesundheitsbauten und können die Aspekte des Gesundheits- und Arbeitsschutzes, der Sicherheit und Umwelt anwenden. Zudem kennen die Studierenden die Besonderheiten baulicher Anpassungen hinsichtlich Bauen im Betrieb und erwerben grundlegende Kenntnisse im Umgang mit der Verwertung von Gesundheitsbauten.

Modul 13: Masterarbeit

Inhalt:

  • Erstellung einer Masterarbeit durch die Studierenden
  • Freie Themenwahl

Lernziele: Die Studierenden sind dazu in der Lage, ein selbst gewähltes Thema aus dem Bereich des Gesundheitsbaus in einer vorgegebenen Zeitspanne eigenständig nach wissenschaftlichen Methoden und auf Grundlage wissenschaftlicher Theorien zu bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen.